Innsbruck Alpine Trailrun Festival – schwere Beine vs. atemberaubender Ausblick

Innsbruck Alpine Trail Festival 2019

Zum ersten Mal ganz offiziell als Trail-Läufer beim Innsbruck Alpine Trailrun Festival unterwegs. Ok, für mich war es das zweite Mal. Trotzdem war ich aufgeregt, als wäre ich noch nie auch nur irgendwo an den Start gegangen. Letztes Jahr bin ich bereits bei einem Trailrun am Achensee gestartet. Hatte damals keine Ahnung, was auf mich zukommt. Am Ende bin ich nach 15 km und über 2 Stunden ins Ziel gekommen. Aber ich hatte keine Ahnung, ob das eine gute Zeit war. Vielleicht sind andere Trails ja viel steiler und ich hab damals die absolute Anfängerstrecke erwischt. Ich wollte es trotzdem noch mal versuchen. Den Spartan Beast in Obendorf hab ich ja auch irgendwie überlebt. Also wirds schon nicht so schlimm werden, dachte ich mir. War es natürlich auch nicht:

Ich konnte diesmal ehrlich gesagt noch nicht einmal richtig einschätzen, ob ich richtig trainiert hatte. Klar waren wir immer wieder laufen. Aber in letzter Zeit ging es eher zum OCR-Training oder zu Freeletics. Hier und da mal ein Lauf am Wallberg. Aber da ist natürlich Bounty dabei und wir genießen es einfach in der Natur unterwegs zu sein. Gelaufen wird da nicht unbedingt auf Zeit.

Ich war also aufgeregt ohne Ende. Das unsere Startwelle erst um 16:30 Uhr startete, war auch nicht unbedingt förderlich. Bis zum Start konnte ich das abgebildete Höhenprofil auf meiner Startnummer fast im Schlaf aufsagen. Doch dann ging plötzlich alles ganz schnell. Startaufstellung, Warm-up und los! Zu meiner Erleichterung klappte alles einfacher als gedacht. Meine Angst ist jedes Mal wieder, dass ich die Einzige sein werde, der mache Streckenabschnitte gehen muss. Aber auch diesmal war es so, dass alle um uns herum die steilen Passagen in schnellem Tempo gegangen sind.

Spätestens als wir mitten im Wald standen, es nach Tannennadeln roch und wir den Ausblick über Innsbruck sahen, war sowieso jede Anstrengung vergessen. Bis jetzt kannte ich immer nur Stadläufe und Firmenruns. Bei keinem dieser Läufe wäre es mir eingefallen, stehen zu bleiben und den Moment zu genießen. Und ich finde, genau dass ist das Besondere an einem Trailrun.

Außerdem kommt irgendwann der Teil, bei dem es bergab geht. Für mich fühlt sich das jedes Mal wie fliegen an. Einfach die Beine laufen lassen

Grundsätzlich ist man als Münchner ja prädestiniert, Trailläufer zu werden. In welcher Stadt hat man das bitte schon, dass man in einer Stunde in den Bergen ist und mal eben so dort 20 km laufen kann.

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