Spartan Race München: So schaffst du es leicht!

Über Motivation, das Spartan Race und den inneren Schweinehund

Spartan Race

Mai 2018 – Zeit, für einen ersten Rückblick. Einfach, weil ich weiß, wie schnell man immer nur nach vorne rennt. Viel zu schnell vergisst man, was eigentlich schon alles geschehen ist. Die eigenen ganz kleinen und großen Erfolge wie das Spartan Race, die man gerade eben noch gefeiert hat, geraten plötzlich wieder in Vergessenheit. Und warum? Weil man schon dem nächsten Ziel nachjagt. Mir geht es jedenfalls so. Es ist einfach motivierend, ab und zu zurückzuschauen – für einen selbst und hin und wieder auch für andere. Ich selbst kann mich mit anderen Menschen über ihre Erfolge freuen und denke mir immer wieder „siehst du, was alles möglich ist?! Probier dass doch auch mal“. Außerdem kann ich Motivation gerade gut gebrauchen, denn es stehen schon neue Herausforderungen bevor. Und vielleicht kann auch ich mit meinem Beitrag jemand anderem zeigen, dass ein Spartan Race mit ein wenig Motivation für jeden zu schaffen ist. Vor allem im Team.

Zwei Jahre Sportpause lagen im November hinter mir, weil meine Bandscheibe einfach nicht mehr so wollte wie ich. Die Ärzte sagten mir damals, dass ich gut auf meinen Körper achten muss und in Zukunft wohl nur noch ein paar Kilometer Laufen könne. Ich solls mal mit Schwimmen versuchen. Ich hasse Schwimmen … Mich hat es damals in ein riesiges Loch gezogen. Mein ganzes Leben hat aus Sport bestanden: Volleyball, Turnen, Laufen, Freeletics, mit dem Rad zur Arbeit, etc. Und plötzlich ging nichts mehr ohne Schmerzen. Ich habe immer wieder versucht anzufangen aber irgendwie nicht denn richtigen Einstieg gefunden. Jedes Training hat mit irgendwelchen Wehwehchen geendet. Und ich als Jammerexperte hab mich selbst nur noch weiter runtergezogen.

 

Neue Freunde, neue Gewohnheiten

Freeletics Hirschgarten Earlybird

Letztes Jahr im November hat sich für mich privat so viel verändert, dass das vielleicht der Anstoß war, mir wieder große Ziele zu setzen. Ich hatte einfach das Gefühl, ich will zurück in mein altes Leben. Ich bin plötzlich wieder zu Freeletics gegangen und habe mich für den Silvesterlauf angemeldet. Einfach nur, um zu testen, wie schnell ich laufe und was noch drin ist. 10 km in 1:01 h konnten sich sehen lassen. Ab da ging es bergauf. Ich bin wieder in den Maßmannpark zu Freeletics gegangen und Bountys Gassirunden wurden einfach zu Laufrunden umfunktioniert. Ein ganz großer Motivator für mich waren außerdem die vielen neuen Leute, die ich über den Sport kennengelernt habe. Sei es bei den Adidas Runners, im Maßmannpark oder die vielen Kontakte, die ich noch aus früheren Laufgruppen kannte. Und ganz ehrlich, ich stehe auch nur um halb 6 Uhr morgens im Hirschgarten, wenn jemand mit mir zusammen Sport macht. Denn um diese Uhrzeit rollt sich sogar Bounty noch auf meiner Sportmatte zusammen. Und das nur noch ein paar Kilometer drin sein würden hat sich auch als Unwahr erwiesen. Ich laufe einfach nach Gefühl. Und mittlerweile waren auch schon wieder 15 km Runden dabei. Ganz ohne Schmerzen. Abgesehen vom Muskelkater am nächsten Tag.

Freeletics Bounty

Welchen Gruppen man sich kostenlos anschließen kann um fit zu bleiben, habe ich hier zusammengefasst!

 

Das Spartan-Ding

Und dann kam der Tag, an dem sich zeigen sollte, ob der Rücken wirklich mehr aushält, als ein paar Kilometer im Nymphenburger Schlosspark… das Spartan Race in München. 5+ km und 20 – 25 Hindernisse. Zugegeben, ich war teilweise selbst von mir überrascht, dass ich plötzlich über Wände komme, die höher sind, als ich selbst. Natürlich muss man sich durch eiskaltes Wasser quälen und kommt mit ein paar blauen Flecken nach Hause. Und spätestens bei der gefühlt 500ten Stufe im Olympiastadion mit Kette auf dem Rücken frägt man sich, was man hier überhaupt macht. Aber das Gefühl danach ist unbeschreiblich.

Mein Fazit: Wer 8 km laufen kann und schon mal was von Burpees gehört hat, schafft auch die Sprintdistanz. Durch die vielen Hindernisse läuft man die Strecke nicht am Stück und hat immer wieder Pausen. Und im Team macht es sowieso dreimal mehr Spaß. Vor allem, weil die Strafburpees aufgeteilt werden können. 🙂 Kleiner Hinweis: auch die Profis schaffen den Parcour nicht immer ohne Burpees.

 

Das eigene Gefühl entscheidet

Ziel ist es natürlich irgendwann die Trifecta Medaille zu holen. Also alle 3 Distanzen (Sprint, Super & Beast) in einem Jahr zu absolvieren. Ob das dieses Jahr noch funktioniert, weiß ich selbst nicht. Dafür habe ich mir zu viele andere Aktivitäten und Urlaube für dieses Jahr vorgenommen. Jetzt geht es erst mal zum Spartan Race New York. Und zugegeben, ich habe eine Unterkunft in Oberndorf für den Spartan Beast im September. Das Ziel ist es, dort unbedingt zu laufen. Aber letztendlich entscheidet das eigene Körpergefühl. Denn wenn ich eins gelernt habe dann, dass kein Fitnesstracker der Welt über die eigene körperliche Verfassung entscheiden kann. Das eigene Körpergefühl sollte immer an erster Stelle stehen. Das schließlich auch zu einem gesunden Lebensstil.

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