5 Geheimtipps für deinen München Besuch

Wenn wir auf Reisen gehen, stellen wir oft fest, dass wir uns die ganz großen Sehenswürdigkeiten sparen könnten. Klar, man kann einen Hacken dahinter machen und freut sich irgendwie darüber die Attraktion einmal im Leben gesehen zu haben. Aber eigentlich hätte ich gerne, dass uns vorher jemand sagt, Sehenswürdigkeit X kannst du auslassen, denn bei Y findest du so ziemlich das gleich Szenario. Zugegeben, bei Eiffelturm oder Freiheitsstatue funktioniert das nicht. Aber denk mal an unser Hofbräuhaus. Im Ernst, welcher Münchner setzt sich schon gerne an seinem Feierabend dort rein. Wir sitzen doch lieber gemütlich im Biergarten. Und dort haben wir so ziemlich das gleich Erlebnis nur viel entspannter. Und genau diese Tipps wollen wir in diesem Artikel vorstellen. Sowieso haben wir schon oft festgestellt, dass die wirklich schönen Reisegeschichten für uns immer dann entstehen, wenn wir uns abseits der Touristenpfade bewegen.

Biergarten statt Hofbräuhaus

Und weil wir gerade davon gesprochen haben, fangen wir auch gleich mit dem Hofbräuhaus an. Busweise werden die Touristen zum Hofbräuhaus gekarrt. Drinnen Massenabfertigung Deluxe. Ganz im Ernst, das hat für uns nichts mit bayrischer Gemütlichkeit zu tun. Das geht auch besser. Nämlich bei Feierabend in einem der Münchner Biergärten. Und davon gibt es einige. Da sitzen sie dann, die Münchner Originale. Spielen Schafkopf am Stammtisch oder diskutieren im Schatten der großen Kastanien im Hirschgarten über die Neuzugänge beim FC Bayern. Und nicht selten sorgt dann eine Musikkapelle für den Rest und schon habt ihr ein authentisches Münchenerlebnis. Übrigens kennen sogar Besucher aus anderen deutschen Städten oftmals unsere Biergartenkultur nicht und sind total begeistern. Und wusstest du auch, dass man seine eigene Brotzeit mitbringen kann und nur die Getränke im Biergarten kaufen muss? (Gilt nur für den Selbstbedienungsbereich)

Aussichtsgalerie Neues Rathaus statt Alter Peter

Zugegeben, vom Alten Peter aus hat man eine wunderbare Aussicht. Zurecht wird er in jedem Reiseführer aufgeführt. Geheimtipp ist er aber nicht mehr und du bist längst nicht mehr alleine dort oben. Die Chance auf einen neuen oder anderen Blickwinkel bekommst du vom Neuen Rathaus aus. Dort bringt dich ein Aufzug auf die 85 m hohe Aussichtsgalerie im Rathausturm. Tickets gibt es bei der Touristeninformation im Rathaus. Teuer ist die Auffahrt nicht, denn Erwachsene bezahlen 4 €.

Wusstest du übrigens, dass man auch in der Bavaria innen hochsteigen kann?

Auer Dult statt Wiesn

Bei diesem Tipp müssen wir ein bisschen ausholen. Also, die Wiesn gehört zu München, genauso wie sie ist und kann unserer Meinung nach durch nichts ersetzt werden. Aber wir wissen mittlerweile, dass viele München-Besucher und Einheimische mit dem Trubel und den Bier trinkenden Massen einfach nichts anfangen können. Ich persönlich mag es total gerne, einen Abend einfach mal über die Wiesn zu schlendern und vielleicht in einem Biergarten eine Radlermaß zu trinken. Aber da muss man in der Lage sein, sämtliche Alkoholleichen einfach auszublenden. Dann bleiben aber immer noch die Menschenmassen, mit denen man klarkommen muss. Wenn all das nichts für dich ist, schlagen wir dir vor, lieber auf ein anderes Volksfest zu gehen. Schau doch zum Beispiel bei der Auer Dult oder beim Frühlingsfest vorbei. Bei Erstem findest du dich nicht gerade in einem internationalen Saufgelage wieder und das Frühlingsfest ist zumindest ein wenig kleiner gehalten.

Isar - Marienklausenbrücke statt Reichenbachbrücke

Ganz klar, wer München besucht, muss sich zumindest einmal am Kiosk ein Bier kaufen und in der Sonne an der Isar gesessen haben (oder zumindest entlang spaziert sein). Vor allem zwischen April bis Oktober. Denn das Leben findet dann in München draußen statt. In der Stadt wird in den Grillzonen gebrutzelt, bis der Supermarkt des Vertrauens die Tore schließt. Mit Stadt meine ich vor allem die Abschnitte zwischen Reichenbachbrücke und Flaucher. Wer ein wenig Zeit hat, setzt sich in die U-bahn und fährt nach Thalkirchen. Von dort aus lauft ihr stadtauswärts an der Isar entlang bis zur Marienklausenbrücke. Dort darf auch gegrillt werden. Es ist aber deutlich weniger los. Und einen Kiosk gibt es auch. Ein paar Meter weiter liegt außerdem die Floßlände. Dort könnt ihr von Mai bis Ende September den Surfern, wie am Eisbach zusehen. Außerdem ist hier auch das Ziel der Floßfahrten.

Elisabethmarkt statt Viktualienmarkt

Gesehen haben solltest du den Viktualienmarkt irgendwie schon. Zumindest kannst du einmal darüber laufen. Aber um ein paar echte Münchner Spezialitäten zu probieren, empfehlen wir dir, lieber bei einem der kleineren Märkte vorbei zuschauen. Beispielsweise am Elisabethmarkt oder in Haidhausen am Wiener Platz. München ist nirgendwo besonders günstig. Aber auch bei uns sind die großen Attraktionen wie der Viktualienmarkt eben noch mal ganz besonders teuer.

Tatsächlich finde ich auch, dass München so klein ist, dass sich die Stadt ganz wunderbar zu Fuß erkunden lässt. Dabei entdeckt man sowieso die schönsten Orte. Und damit wünschen wir dir viel Spaß in unserer schönen Stadt. 🙂